Vorige Woche wurde die Entwicklung an Office 2007 und Windows Vista abgeschlossen. als Download über die MSDN-Library!

Kann es gar nicht mehr erwarten, die Bits in die Hände zu bekommen. Warum?
Ich arbeite seit Dezember 2005 mit den Beta-Versionen von Office und muss sagen, dass den Redmondern wirklich ein Riesen-Wurf gelungen ist. Die Benutzeroberfläche ist mutig, weil revolutionär. Es gibt keine Menüs mehr, die wurden durch den Ribbon – eine große, kontextabhängige Buttonleiste oben – abgelöst. Das Tolle: Ein Legacy-Mode ist nicht mehr vorhanden, man kann also nicht mehr zu den alten Menüs zurück schalten. Alles ist komplett neu, aber durchaus gelungen. Endlich hat es Microsoft einmal Altlasten komplett über Bord geworfen.



Man muss sich zwar umgewöhnen, aber das geht recht zackig. Nach ein paar Stunden will man den Ribbon nicht mehr missen. Und das Beste: Man findet alles viel einfacher. Microsoft bemerkte, dass ein Großteil der nachgefragten Features ohnehin schon im Produkt waren. Viele Nutzer fanden sie nur einfach nicht. Der Spruch: Bessere Ergebnisse in weniger Zeit dürfte völlig gerechtfertigt sein, denn die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen – seien es nun die neuen Stilvorlagen, neue Bildeffekte für eingefügte Fotos, die bedingten Formatierungen in Excel oder die vielfältigen Formen für Diagramme und Charts.
Von Vista muss ich mich erst überzeugen lassen. Auch hier habe ich schon länger mit Beta-Versionen gearbeitet. Bei so manchen Dingen habe ich mich nach dem Sinn der Änderungen gefragt bzw. Sachen schwer gefunden, die früher nur einen Klick entfernt waren. Aber das wird sich wohl auch noch geben. Schließlich habe ich mit den Office-Builds schon lange gearbeitet, mit Vista in Ermangelung so mancher Treiber allerdings nicht.
Und dann kommt noch was anderes hinzu: Die Erwartungshaltung ist bei Vista weit größer als bei Office 2007, schließlich wird an ersterem schon seit fast sechs Jahren gearbeitet. Auch der PR-Push von Microsoft ist bei beiden Produkten gänzlich unterschiedlich. Vista wurde stets gut kommuniziert (auch alle Streichungen an dem Produkt). Office 2007 dagegen war vor einem Jahr eine Riesenüberraschung.
Und schlussendlich spielt noch hinein, dass man 90 Prozent seiner Zeit ohnehin in einer Applikation verbringt. Daher halte ich die Diskussion Mac/Windows auch vollkommen übrig.