Keine Frage, Windows Vista ist besser als XP. Aber dennoch: Es gibt so manche Dinge, die noch nicht fertig wirken, wo noch Fehler drin stecken und manchmal macht es sogar den Eindruck, dass nicht alles bis ins Detail durchdacht ist.
In loser Serie möchte ich daher Schwachstellen auflisten, die wirklich nerven. Vielleicht wird das Feedback ja gehört.
Ein inferiorer Movie Maker:
Auf den ersten Blick hat sich beim Windows Movie Maker nicht viel getan. Beim zweiten Blick – nämlich beim Speichern wird’s arg und die neue Version entpuppt sich als inferior als sein Vorgänger!

Beim Speichern gibt es – entgegen der XP-Version – keine Möglichkeit auf die Qualität und Größe des Films Einfluss zu nehmen. Lediglich ein paar Voreinstellungen sind da, benutzerdefinierte Kompressionen sind nicht möglich.
Auch die Usability des oben abgebildeten Veröffentlichungs-Assistenten lässt zu wünschen übrig: Die Größe des Films lässt sich zwar auswählen und anhand der Pfeile (oben/unten) anpassen, per Tastatur ist keine Auswahl möglich. Abgesehen davon sind das ohnehin nur grobe Richtwerte, die mit dem Endergebnis um bis zu 100 Prozent divergieren können.
Unnötige Haken:
Wer etwa Sharepoint einsteht oder mit Exchange in Outlook arbeitet, bekommt beim Anmelden folgenden Dialog vorgesetzt:

Die Möglichkeit, das Kennwort zu speichern ist zwar nett, aber sie funktioniert nicht. Weder im IE7 bei einer Sharepoint (auch von Microsoft), noch in Outlook bei der Anmeldung auf einem Exchange-Server.
Kann aber sein, dass ich nur nicht weiß, welche Option man sonst wo im System tweaken muss, damit es klappt. Wer eine Antwort weiß, bitte in die Kommentarfunktion.
Ultimativ statische Updates:
Microsoft will Nutzer der Ultimate-Edition von Windows Vista nach und nach Erweiterungen spendieren. Abgesehen davon, dass die US-Version hier massiv bevorzugt wird, gibt’s auch hier ein Problem, das nicht fertig durchdacht ist. So sieht das Fenster der Windows Updates aus:

In diesem Falle zeigt es mir an, dass 15 Updates zum Download verfügbar sind. Als sicherheitsbedachter Nutzer, will ich mir die natürlich ansehen. Und siehe da:

Alles Dinge, die ich nicht brauche. Nur: wie wird man den Hinweis los, dass 15 Updates auf mich warten? Idealerweise würde man die nicht gebrauchten Updates anhaken und dann auf einen Button (etwa “nicht wieder anzeigen”) drücken.
Was passiert nach zwei Jahren? Sollen dann etwa 215 optionale und nicht nötige Updates auf mich warten? Muss ich dann an jedem Patchday alle nicht gebrauchten Aktualisierungen durchsehen?
In der Hoffnung, dass das Feedback irgendwo ankommt: Es gibt sicher bald mehr davon!
Update:
Georg Binder vom Vistablog hat sie in den Kommentaren gepostet. In zwei der drei Fälle gibt es Workarounds, wenngleich die alles andere als offensichtlich sind. Microsoft wird mit Sicherheit hier und da noch an den Schrauben drehen müssen.
Bei der Gelegenheit zeigt sich, wie gut es ist, wenn sich ein Unternehmen aktiv der Blogosphäre annimmt.