… zahlt meist eh der Kunde.
Heuer wird es ernst mit WiMax. Lange geisterte es lediglich als Super-Funktechnik für Internet-Zugänge herum. Hohe Bandbreiten für eine großflächige Versorgung – so die Theorie.
In der Praxis gibt es erst ein paar WiMax-Sender im Burgenland und in der Oststeiermark. Sie werden von WiMax Telecom betrieben, ehemals Schrack Mediacom GmbH. Von den anderen Lizenzinhabern, die 2004 bei der Auktion zugeschlagen haben, ist wenig bis gar nichts zu hören: Die Telekom Austria, UPC und Teleport bekamen ebenfalls Frequenzen im 3,5 GHz-Bereich zugesprochen.
Und so schaut die WiMax-Karte für Österreich aus:

Die vier Firmen müssten sich eigentlich mit dem Ausbau beeilen. Egal, ob es Hardware gibt oder nicht – Ende 2007 werden nämlich die ersten Pönalen fällig. Im Vergleich zum Auktionsergebnis von in Summe 440.000 Euro (für alle Betreiber und ganz Österreich – ein wahres Schnäppchen), sind die Strafzahlungen nicht ohne. Für die Telekom-Konzerne allerdings locker wegsteckbar.
Für jede Region ist ein Mindestausbaustand vorgeschrieben:

Wird der nicht eingehalten, kommt es zu diesen jährlichen Strafen:

Die Strafzahlungen verringern sich mit dem Grad des Ausbaus. Ist etwa Betreiber X zehn Prozent unter dem Plansoll, verringert sich die Strafe um diese zehn Prozent.
Ich bin schon gespannt, wer am Ende des Jahres wie viel ausgebaut haben wird. Wenn nicht, müssen die Kunden dieser Firmen dafür aufkommen. Unfair wird’s dann, wenn sich herausstellt, dass Frequenzen nur gekauft wurden, damit sie kein anderer nutzen kann. Dann bezahlt der Kunde nicht nur die Strafe, sondern auch noch dafür blechen, dass es weniger Wettbewerb gibt.
Wollen wir das einmal nicht hoffen, sondern freuen wir uns auf die neue WiMax-Welt … Mögen es auch endlich in Notebooks eingebaut werden. Intel redet davon schon seit Jahren und eigentlich hätte es im heuer erschienen Santa Rosa-Notebook-Chipsatz integriert sein sollen.
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