Die 10 größten Vista-Sünden

Microsoft kann einem wirklich leid tun: Es gibt niemanden, der Windows Vista nicht als größten Flopp aller Zeiten bezeichnet. Man erntet Beifall von allen Seiten, wenn man nur sagt, dass Vista schei.e sei. Verbraucherorganisationen rufen gar zum Vista-Boykott auf. Und nicht einmal Microsoft-Mitarbeiter verteidigen ihr OS und weisen in Diskussionen auf deren Vorzüge hin.

Ich trau mich zu sagen, Vista ist gar nicht so schlecht, wie alle tun. Es ist das stabilste Betriebssystem, das ich je genutzt habe. Seit Beginn der Betaphase an der ich teilnahm, hatte ich keinen einzigen Systemabsturz – und das in fast zwei Jahren! Es ist zweifelsfrei auch das sicherste Windows aller Zeiten und deren Neuerungen tragen dazu bei, produktiver zu arbeiten sowie schnell und einfacher zum Ziel zu kommen. All das ist derzeit unpopulär.

Durch das ständige und immer lauter werdende verbale Einschlagen auf Vista sind mehr und mehr ganz normale Konsumenten verunsichert. Entweder warten sie mit einem Computerkauf ab oder sie suchen nach Alternativen. Alternativen, die Apple für viele bietet.

Was Microsoft wirklich beängstigen muss, sind Bilder wie dieses:

Journalismus-Lehrgang an der Uni Missouri, Herbst 2007

Die letzte Horror-Meldung: Der Vista-Absatz soll von monatlich 10 Millionen Kopien im Sommer auf nunmehr 9,3 Millionen im September gesunken sein.

Da ist so viel schief gelaufen, dass man unzählige Case-Studies füllen könnte. Hier meine Liste der zehn größten Fehler bei Windows Vista:

  1. Timing:
    Vista kam einfach zu früh. Tatsache ist, dass Vista mit jedem Update besser wird. An jedem Patchday werden nicht nur Lücken gestopft, sondern auch Fehler ausgebessert. Microsoft wurde mit dem hochkomplexen Betriebssystem einfach nicht rechtzeitig fertig. Statt das einzugestehen und sinkende Aktienkurse zu riskieren, machte man erste Nutzer einfach zu Betatestern. Mittlerweile – das traue ich mich zu sagen – ist es aber reif für den Markt.
    Dass viele meinen, auf das Service Pack 1 warten zu müssen, kann ich nicht verstehen. Soviel man davon bis jetzt hört, ist es größtenteils eine Sammlung von Patches und bringt keine neuen Features mit. So gesehen habe ich derzeit Vista SP 0.7 installiert.
  2. Hardware-Voraussetzungen:
    Warum ist man nicht einfach ehrlich und sagt, dass man für Vista einen Dual-Core-Prozessor, zwei Gig Arbeitsspeicher und eine Riesen-Festplatte braucht? Als Mindestvoraussetzung wird ein 1GHz-Prozessor, 512 MB Ram und 20 GB Festplattenplatz genannt. Ein Witz!
    In der mangelnden Performance könnte der Grund für den größten Frust von Vista-Nutzern liegen. Bei mir ist das jedenfalls der Fall. Von versprochen kürzeren Bootzeiten merke ich jedenfalls nichts. Während eine nackte XP-Installation mit allen Patches gerade einmal 256 MB braucht, kratzt Vista am Gigabyte. Wofür der so gestiegene Ressourceneinsatz da ist, sehe ich nicht wirklich.
  3. Windows XP:
    In der Meinung vieler ist XP noch lange “gut genug”. Und Microsoft unterstützt sie auch in dieser Meinung. Mit dem Service Pack 3 für XP liefern die Redmonder eine Menge der Sicherheitstechnik von Vista nach. Welchen Grund kann es dann noch geben, Geld fürs Upgrade auszugeben? Fehlt nur noch, dass die systemweite Suche und die grafischen Effekte nachgereicht werden.
  4. Versions-Wahn:
    Wie viele Versionen gibt es von MacOSX? Genau: in einer. Wie viele Versionen gibt es für Windows Vista?
    - Starter
    - Home Basic
    - Home Premium
    - Business
    - Enterprise
    - Ultimate
    Dann gibt’s noch mehrere “N-Versionen”, also Pakete ohne Windows Media Player.
    Wer kennt sich da aus? Kann man nicht einfach nur die Ultimate verkaufen? Alles andere sehe ich als reine Abzocke Umsatz-Optimierungspolitik.
  5. Nicht gehaltene Versprechen:
    Wer kaufte sich gleich am ersten Tag die Ultimate-Version von Vista? Das waren wohl nur die größten Fanboys, weil sie hofften, so in den Genuss von Goodies zu kommen. Dem Versprechen, Ultimate-Extras nachzuliefern ist man auch nachgekommen – etwa mit einem animierten Bildschirmhintergrund (DreamScene), Sprachpaketen (etwa für Chinesisch, Schwedisch, Ungarisch, Griechisch oder Lettisch) sowie dem Spiel Texas Hold’Em’Poker. Ob das den Erwartungen der treuesten Fans gerecht wurde?
  6. Sicherheit, die auf die Nerven geht:
    Eingangs habe ich bereits erwähnt, dass ich Vista für das sicherste Windows aller Zeiten halte. Ist ein Gefühl von mir, diverse – mehr oder weniger unabhängige – Statistiken können das vielleicht belegen.
    Mit ein Grund dafür ist etwa die Benutzerkontensteuerung. Wann immer man etwas tut, das Auswirkungen aufs System haben könnte, wird man mit einem halb-abgedunkelten Bildschirm zur Bestätigung genötigt. Allerdings oft auch unnötig – etwa beim Hinzufügen von Fonts. Das führt schnell dazu, dass der Nutzer so genervt ist, dass er dieses Feature abschaltet – so er es überhaupt findet.
    Grundregel Nr. 1: Sicherheit darf nie auf Kosten des Nervenkorsetts gehen!
  7. Falsches Marketing:
    Kann sich jemand noch an die Kampagne für den Vista-Launch erinnern? Nein? Es war der “Wow-Effekt”. Über Wochen hindurch wurden Bushaltestellen damit tapeziert, ohne, dass irgendein Busfahrer etwas damit anzufangen wusste.
    Wie machte Apple Marketing für Leopard? Es zeigte all die Features in einem mehr oder weniger gut gemachten Video. User Education – das hat Microsoft noch nie verstanden.
    Ich habe darüber auch mit Microsoft Österreich geredet. Dort verweist man mit vorgehaltener Hand auf “die in Redmond, die alles besser wissen.”
  8. Der iPod-Faktor:
    Apples trojanisches Pferd am IT-Markt ist der iPod. Kaum jemand kennt nicht die Einfachheit und Unbeschwertheit, mit der sich der Kultplayer bedienen lässt. Auch das UI des iPhone trug dazu bei, dass viele von den mobilen Playern auf das Betriebssystem schlossen und sich einen Mac gaben.
    Microsoft dagegen tut alles, um nur ja nicht cool zu sein.
  9. Eigene Hardware:
    Gerade bei Micrsofots Partnern zeigte sich in letzter Zeit immer wieder: Sie versagen, wenn es darum geht, Innovationen zu bringen.
    Beispiel UMPC: Die Versprechungen waren groß, mit denen Microsoft an die Öffentlichkeit ging. Der ultramobile PC sollte alles können, was ein normaler Rechner auch kann, nur sollte er eben mobil und leistbar sein. Die Entwickler peilten einen Preis von unter 1000 US-Dollar an. Herausgekommen sind Geräte, die keiner braucht und die bis zu 3500 Euro kosten.
    Zweites Beispiel: Windows Sideshow. Wie viele Notebooks habt ihr schon gesehen, die Gebrauch von einem zweiten Display am Deckel machen? Eines, zwei? Irgendwo im Prospekt oder in der Zeitung? Egal, wie man dazu steht – es geht nix weiter.
    Microsoft schafft es nicht, seine Ideen am Markt zu platzieren, weil seine Partner eine andere Denke haben als Bill Gates. Wie man das ändern könnte? Es müsste einfach nur Microsoft-PCs geben, die der PC-Konkurrenz einheizen würden. Mit einer Referenzserie würde man zwar einige OEMs verärgern, in Summe aber den Markt beleben und ihn für weitere Käuferschichten vergrößern.
    Auch könnte man vorzeigen, wie es wirklich geht: OEMs tendieren dazu, Windows mit so unendlich viel Müll zu beladen, dass einem das Graußen kommt. Redmond muss irgendeinen Weg finden, wie man Vista-Nutzer von diesem Schrott befreit, denn das fällt alles auf den Hersteller zurück. Niemand gäbe Dell die Schuld, wenn Vista zickt – auch wenn irgendein kleines Testprogramme plötzlich den Geist aufgibt. Nur wenige denken an den Kauf eines Antiviren-Programms, wenn die 30-Tage-Testversion auch noch aggressiv beworben wird.
  10. Lagerhallen-Experience:
    Wer jemals nach San Francisco kommt, sollte sich die Kreuzung Market St./Stockton St. ansehen. Dort finden sich neben einander der Apple-Store und ein CompUSA-Laden. Trotz der Nachbarschaft liegen nicht nur Welten, sondern Galaxien dazwischen. Auf der einen Seite adrette Burschen und Mädels, die Technik cool finden und dir jedes Feature auf Mac, iPod und iPhone erklären. Auf der anderen Straßenseite ein Kellerloch mit schlechtem Licht, wo Hardware zwischen Stapeln von leeren DVDs herum gammelt. Das Personal dort: ungebildet und unfreundlich.
    Auch hierzulande ist die “PC-Shopping-Experience” nur für Geeks ein Hit. Für unbedarfte Nutzer ist nichts vom Einkaufserlebnis übrig.

Eure Meinung zu Vista? Was läuft hier noch schief?

  • http://stefan2904.blogspot.com/ stefan2904

    XP Nutzer mit Direct X 10 und co. zu einem Vista Umstieg zu zwingen macht M$ auch nicht gerade sympatisch.

  • http://zuckerwatte.twoday.net Dani T.

    Ich mag Vista. Ich hab keine Probleme damit. Es ist schön :-)

  • http://www.georgholzer.at Georg Holzer

    Hej Dani, ich muss dich warnen: So machst du dir keine Freunde. Bashing ist in :-) Oder ist dieses Posting die Trendwende? Glaub i net.

  • http://stefan2904.blogspot.com/ stefan2904

    Soll ich mal was über Schönheit in Bezug auf Vista im Vergleich mit Mac OS und Linux erzählen? (-;

  • http://vistablog.at GeorgB

    Tja mit vielem hast Du Recht, über anderes ließe sich streiten. Aber für mich erstaunlich: es gibt offenbar mehrere Parallel-Universen. Im einen wird Vista als ein OS gesehen, das in vielen, vielen Punkten besser ist als sein Vorgänger, manche Dinge werden halt kritisiert. Aber das ist ganz normal,… und dann gibt es die Dimension, wo Vista mit Millennium auf eine Ebene gestellt wird und Apple oder Linux alles erfunden hat, usw…

    Beispiel? Am WebStandard gehts wieder mal um etwas was Microsoft schlecht gemacht hat, in den Kommentare wird fleißig erzählt, dass das alles an Vista liegt, und wie schlecht das alles sei,… nur war im Artikel Vista nicht erwähnt und auch nicht betroffen sondern XP.

    Und auch eine Tatsache: viele Vista Basher kennen so einiges, aber Vista nicht.

  • http://www.joesonic.com joesonic

    Der Zeitpunkt für diesen Artikel ist wirklich gelungen. Da der Verkauf von Leopard am 26.10.2007 gestartet wurde.
    Da frag ich mich Zufall oder Absicht?

  • http://www.apple.at apflbutzn

    Vista ist eindeutig ein Schritt nach vorne aber mit vielen Ecken und Kanten: Treiberinkobatibilität, eingeschränkte Hardwarefunktionen, div. Software die unter XP noch ging funktioniert unter Vista nicht oder nicht wie gewohnt, der Ruhezustand der unter XP problemlos geht funz nicht mehr. Die Benutzeroberfläche ist trotz allem Polish inkonsistent. Für mich ist es trotz viel gutem Willen sehr hart so richtig warm zu werden mit Vista, die Sidebar ist cool, vorallem weil die Widescreen-Monitore auch den nötigen Platz bieten! :-)
    Wie lange wird es die registry eigentlich noch geben? Dachte eigentlich immer MS würde still und leise auch einen BSD-Unterbau umsteigen…

    Apples Leoparden ereilt aber teilweise auch dieses Schicksal, das muss fairerweise gesagt werden: Acrobat Professional Update im Jänner, Aperture & Time Machine Unverträglichkeit, div. Probleme mit 3rd Party Software wie z.B. SuperDuper. Allerdings werden die meisten Missstände rasch behoben sein und Vista hat doch schon viele Monate auf dem Buckel. Ich streichel das neue Raubtier erst in ein paar Monaten, nach den ersten Updates…

  • http://www.georgholzer.at Georg Holzer

    @ Joesonic
    Keine Zufall, keine Absicht. Wollte das schon lange mal sagen/schreiben.
    Außerdem hab ich mir am Launch-Tag von Leopard etwas gekauft … More to come soon.

  • http://www.georgholzer.at Georg Holzer

    @ Apflbutzn:
    Man muss auch eines sehen: Apple macht im Wesentlichen ein Betriebssystem für sechs verschiedene Plattformen auf Rechnern, die sie kontrollieren und mit viel weniger Software, die kompatibel sein muss.

    Vieles, das Vista in die Schuhe geschoben wird, haben andere verbockt. Ich meine: Wie lange haben die 3rd-Party-Entwickler Zeit gehabt? Die haben nicht von heute auf morgen erfahren, dass Vista kommt. Die hatten Jahre dafür Zeit, ihre Dinge anzupassen.

    Übrigens: Einer der Hauptgründe, warum sich Apps falsch verhalten ist schlichtweg, dass sie schlampig programmiert wurden.

    Inkonsistenzen der UI: Da geb ich dir vollkommen recht, aber die gab’s bis Leopard auch unter MacOSX.

  • http://zerokspot.com/ Horst

    Ich habe vor allem ein Problem mit Windows: Visual Studio als gesondertes Produkt. Jedes mal, wenn ich auch nur etwas kleines programmieren will, dass z.B. in Python eine Library verwendet, die es nur als C-Extension gibt, brauche ich einen C-Compiler, der halt nunmal nicht bei Windows von Haus aus dabei ist. Natürlich gibt es GCC auch für Windows, aber die Installation für alles, was ich in dem Zusammenhang brauchen könnte, ist seeeehr aufwendig ohne Visual Studio. Beim letzten Versuch bin ich mal ein paar Tage dabei gesessen und habs schlussendlich aufgegeben.

    Ich verstehe auch irgendwie die Motivation hinter einem gesonderten Produkt nicht. Warum muss ich dafür zahlen, dass ich eine Plattform durch meine Produkte attraktiver mache? *grübel*

  • http://www.georgholzer.at Georg Holzer

    @ Horst:
    Keine Ahnung, ob das hilft – aber kennst du die Express-Reihe von Visual Studio. Die ist gratis.

  • Pingback: The Gambler » Die 10 größten Vista-Sünden

  • http://zerokspot.com/ Horst

    @Georg: Ja, kenne ich. Da hat mich die EULA arg abgeschreckt.

  • http://rolfm.wordpress.com rolf

    nur kurz zu punkt 10. das ist lächerlich und weißt du. das hat mit der distributionspolitik zu tun. microsoft hat keinen einfluss darauf wie der store aussieht. außerdem hast du weit mehr möglichkeiten als compusa. wo hast du in europa überall einen apple store?

  • http://www.georgholzer.at Georg Holzer

    @ Rolf: Klar hat Microsoft keinen Einfluss darauf, wie PCs, Zubehör und Software verkauft wird. Aber das ist ja das Problem.
    In einer Zeit wie heute musst du dem Kunden schon auch ein Erlebnis bieten. Und es ist halt symptomatisch, dass die PC-Welt ihre Gerätschaften als geeky-Zeugs verkauft und die Apple-Welt versucht, ein Lebensgefühl mitzugeben.

  • Pingback: Basic Thinking Blog | the Apple Farm

  • http://www.apple.at apflbutzn
  • http://www.i-fekt.de Peter

    Ich bin mit Vista voll und ganz zufrieden. Weder hatte ich irgendwelche Probleme noch sonstwas. Ich finde es geil!

  • http://cwagner.wordpress.com Christoph Wagner

    Vista.. Naja, da halte ich nicht viel von, auch wenn ich es noch nicht getestet habe:) Aber immer wenn ich mir Feature Listen anschaue sehe ich einfach keinen Grund zu wechseln.
    Mein XP ist minimalistisch eingerichtet ohne irgendwelche Grafik Extras (okay, ich nutze Themes, aber nur weil einige Themes kleiner sind als die Windows Klassik Oberfläche).
    Kostenpunkt wäre mir egal, als Student bekomme ich es eh umsonst. Aber warum einen höheren Ressourcen Verbrauch in Kauf nehmen? Da könnte ich auch gleich macOS nehmen, hat auch ganz viel Klickibunti das ich nicht will. Dann lieber Ubuntu mit Compiz wie auf den uni Rechnern. 10 Minuten ist das sogar ganz lustig:)

    Allerdings denke ich, das Vista für die ganzen Leute gut ist, die sich andauernd beschweren, das ihr System kaputt ist, das sie Viren haben etc.
    Und zwar am besten mit einer Sperre, die verhindert die User-Protection oder wie das Feature heißt auszuschalten. Leider sind das auch die Leute, deren PCs nicht die Ressourcen haben Vista ordentlich laufen zu lassen.

  • Tim

    Läuft doch gut, das Vista. Seit März bin ich dabei. Einzig die fehlenden Treiber am Anfang haben genervt, aber die meisten Hersteller von Drucker, Scanner, usw. haben mittlerweile ihre Hausaufgaben gemacht.

    gez. ein zufriedener Vista-User.

  • Kay

    Hm. Bin Anfang des Jahres ins Mac Lager gewechselt. Nicht wegen der Effekte sondern, weil es einfach nicht so genervt hat, wie XP, sondern versucht mir die Arbeit leichter zu machen (mein Empfinden). Hab mir Vista bei meinem Vater ausführlich angeguckt. Es ist in vielen Sachen eine Verbesserung gegenüber XP, viele Änderungen, gerade in der Oberfläche (ich meine nicht die Effekte) machen durchaus Sinn und erleichtern einem auch die Arbeit (ob die Sachen nun abgeguckt sind, kann mir als User egal sein), andere weniger. Aber: es nervt immernoch. Es sind die kleinigkeiten. Irgendwelche Popups, wenn ich ein Gerät anschließe, etc, ständige Sicherheitsnachfragen (hat MacOS auch, aber nur wenns wirklich Sinn macht). Und naja. Ich hab kein Feature gesehen, dass mich zurück in die Windows Welt ziehen könnte.

  • Kay

    Übrigens geht deine Systemzeit falsch. Für einen Moment hatte ich schon gedacht, es wär bald Feierabend. -seufzt-

  • http://www.kropi.de Ole

    Ich bin in einem KMU mit 15 Mitarbeiter unter anderem für die EDV verantwortlich, daher habe ich mich intensiv mit Vista auseinandergesetzt und mich nach einigen intensiven Tests dagegen entschieden.

    Es bringt einfach nichts, was die Anschaffung der Software sowie die Anschaffung neuer Hardware rechtfertigen würde.

    XP-Pro SP2 läuft absolut stabil und sicher. Systemabstürze gibt es praktisch nicht.

    Alle Rechner liegen um die 1-2 GHz, Graka-Onboard (in der Regel 64 MB shared), 1 GB-Ram, 40 GB Festplatte. Wollte ich jetzt auch Vista umsteigen müsste ich alle Rechner austauschen, die MAs anlernen, etc. Hätte dadurch aber absolut keinen Mehrnutzen.

    Warum soll ich also wechseln?

    Nicht zu vergessen ist, das XP längeren Support geniesst, als Vista.

    Sehe ich die Investitionen in Soft- und Hardware, dann ist in meinen Augen ein Umstieg auf Linux erheblich interessanter. Auch was die Folgekosten betrifft.

    Gruß

    Ole

    PS.: Das Sicherheitsmanagement ist echt extrem ätzend.

  • Roman

    MS hat zwar gesagt XP geht bis 2015, aber ich glaube nicht dass so viel wert auf XP gelegt wird… Nicht weil das gut sein soll, sondern weil MS einfach so ist. Ich kein Mac Fan, wenn wir schon über Kosten reden, dann ist Apple nicht besser, extrem viele Software die von Anfang an verrechnet wird bringt dem Normaluser gar nix, ausser hohe Kosten. Vista ist nicht perfekt, dass war XP zu Beginn auch nicht, und das wird auch das nächste (ja, es wird wieder eins geben, glaubt mir ;) ) BS nicht sein. Wer jetzt mit Vista anfängt, der kämpft jetzt damit, dafür muss er nachher nix mehr anlernen, früher oder später steigen auch die letzten auf Vista um, es ist einfach so, und dann dürfen die sich mit dem neuen Zeugs rumschlagen.

    Gruss Roman

    Ps: Das Sicherheitsmanagement ist wirklich ätzend, aber alles ist abschaltbar, auch wenn MS das nicht gerade offiziel anbietet. Google ist dein Freund und Helfer :P

  • Kay

    Hm, in Unternehmen, macht es meines Erachtens absolut keinen Sinn. Ich gestehe, ich kenne mich nicht aus, was Verbesserungen im Netzwerk Bereich angeht.

    Als ich Versucht hab mein Heimnetzwerk einzurichten musste ich erstmal suchen, weil die Netzwerk-Einstellungen aus irgendeinem Grund noch besser Versteckt waren als in XP. Solche Probleme sind mir an vielen Stellen aufgefallen. (Benutzerfreundlich ist was für Weicheier, richtig?) Da wurde an vielen Stellen nicht verbessert sondern einfach nur geändert (man soll ja sehen, dass es ein neues System ist).

    Wie auch immer. Wenn ich mir im Unternehmensbereich einen Rechner zulege mit ausreichend Leistung, dann ja normalerweise, weil ich die Leistung benötige, als Entwickler, Designer, etc. Wenn das dann alles mein Betriebssystem frisst und am Ende immernoch nicht performant läuft (wenn ich Photoshop oder eine Entwicklungsumgebung laufen lasse, keine Ahnung, nicht getestet) wo bleibt dann der Sinn?

  • http://www.juergenmayer.net Jürgen Mayer

    Ich arbeite jetzt seit einem halben Jahr mit Vista und kann absolut nicht negatives sagen.

    Es läuft absolut stabil … ich bin zufrieden, keine Abstürze mehr, die ich bei XP laufend hatte.

    @Kay: keine Probleme mit Photoshop ;-)

  • http://www.thomas.lippert.it Thomas

    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich finde ihn sehr gut. Du machst sehr klar, dass du Vista eigentlich gut findest, aber auch die Fehler siehst. Mein Vista ist übrigens auch noch nie Abgestürtzt (seit Dez. 06)

  • Johannes

    Es gibt eben keinen Grund umzusteigen. Die Grafikeffekte interessieren niemanden und sehen jetzt schon wieder alt aus. Mit ein bisschen gefrickel kriegt man auch XP sicher. Selbst die Suchfunktion von Vista lässt sich als “Windows Live Search” kostenlos runterladen und funktioniert prima. Vista ist das unnötigste Windows aller Zeiten.

  • Johannes

    Ach ja: Auch XP ist absolut stabil. Wer da ständig Abstürze hat, hat einfach ein Problem mit seinem System.

  • http://www.apple.at apflbutzn

    Noch was vergessen, eine extrem lästige Kleinigkeit: das Abdunkeln der Fenster beim Maximieren. Warum das?
    Und das ich die Farbe der Startleiste nicht ändern kann nervt auch, ebenfalls so dunkel…

  • http://www.rottensteiner.at Ernst

    Also ich kann dir hier in allen 10 Argumenten absolut nur zustimmen (ohne dass ich beim negativen verbale “Einschlagen” auf MS mitmachen möchte)…

  • http://6grad.de Robert

    guter artikel und gute ideen

    ich bin bisher nur wenig mit vista in berührung gekommen, aber was mir auffält es ist noch “komischer” zu bedienen als XP – allein um das drucker menü aufzurufen muss ich in der systemsterung eine kategorie suchen usw. da gibt es 100 bsp wo man einfach zu viele (gefühlte) klicks braucht um das ergebniss zu bekommen
    - hier könnte sich bei einer stärkeren verbreitung von vista was ändern, aber von XP her ist es schon ein sprung auf für PC profis

    ein weitere problem punkt den du nicht angeführt hast ist die teilweise immer noch schlechte driver unterstützung, viele hersteller denken gar nicht dran für geräte die so 1-2 jahre alt sind noch vista driver nachzuliefern – neu kaufen? sicher nicht, da bleib ich lieber bei XP

    zum thema SP1, das ist wohl eine alte windows geschichte bei 98 und XP haben erst die ServicePacks 1 das System halbwegs stabil gemacht, jetzt denkt man natürlich über vista da selbe

  • Pingback: Thomas goes .NET

  • http://www.gumpi.com/blog Daniel Wischnewski

    Also ich mag Vista auch. Sicher, es hätte mehr kommen können und wohl auch sollen, aber es ist wie es jetzt ist und aus meiner Sicht ein Schritt in die richtige Richtung. Wie oft sieht man den “Secure Desktop” eigentlich, wenn alles installiert ist? Öfters als einmal die Woche – ein normaler Anwender bestimmt nicht ;-)

    Aber zum Thema Windows XP und systemweite Suche, die hat MS nachgeliefert und nennt sich Windows Desktop Search 3.x. Es ist exakt die gleiche Technologie, wie diese auch in Vista vorhanden ist. Also wer dieses Feature in XP nutzen will, der muss sich nur das optionale Paket bei MS von der Webseite holen.

    Grüße,
    Daniel

  • Chris

    @[alle die nicht umsteigen wollen]
    Man merkt erst wirklich wieviel angenehmer und alltagstauglicher Vista ist, wenn man nach ein paar Monaten wieder mal auf XP arbeiten muß.

    ansonsten: gelungener Artikel!

  • http://www.tom-mue.de TOM_MUE

    Ich kann nur sagen das Dein BLOG-Eintrag den Nagel auf den Kopf trifft. Ich selbst bin auch ein zufriedener VISTA Nutzer. Aber mich erstaunt es auch immer wieder, wie unfähig MS ist, seine coolen Feature an den Kunden zu bringen. Ich kann mich noch erinnern (man müsste sich in Zukunft solche Einträge sichern) wie auf einem BLOG die neue Hilfe von VISTA als einer der großen Features angepriesen wurde. Ich habe noch keinen VISTA- Nutzer erlebt der die Hilfe je auch nur angefasst hätte. Dabei ist sie wirklich gut geworden. Ich bin absolut Deiner Meinung, das ein cooles Movie zu den VISTA Features (aber bitte eines in dem nicht die Features in 20 sec. durchrasen!) und ein paar schicke PC-Läden viel am Image von MS verbesern würden. OK, es wäre nur Glämmer. Aber wir haben doch alle Augen und finden es bei Apple auch cool ;-)

    Beste Grüße
    TOM_MUE

  • guest

    os diskussionen sind wie glaubenkriege -hehe

    1. ad windows: zu den verschiedensten versionen (home, professional…) kommt noch die unsitte von recovery cds

    2. der normal user verwendet seinen laptop als surfstation, und darauf ziehlt meiner meinung nach apple ab.

    ich kenn mac osx nicht, aber ich werds sicher ausprobieren sobald es eine gecrackte version gibt, die auf meinen toshiba läuft. bis dahin bin ich vom neuen ubuntu begeistert, das flitzt dahin und ist sowohl als surfstation als auch als arbeitspaltz geeignet.

    3. falls jemand mac osx oder vista hat bitte folgenden test machen:
    ich hatte vor einigen monaten das problem ein 370mb bild umdrehen zu müssen. xp ist mir jedesmal hängen geblieben egal welche bildbearbeitungssoftware ich verwendet habe. mit ubuntu und gimp hat es geklappt. ubuntu hat brav ca 20 min gerechnet, ohne probleme zu machen. mich tät interessieren ob mac osx/vista das auch schaffen

    4. vielleicht ist apple osx nur so gut weil es von unix abstammt

  • http://stefan2904.blogspot.com/ stefan2904

    > “werds sicher ausprobieren sobald es eine gecrackte version gibt, die auf meinen toshiba läuft.”

    was für eine cpu hat der?

  • guest

    intel dual core

    wieso?

  • http://www.georgholzer.at Georg Holzer

    @guest:
    Such mal nach “osx86″ in Google. Es gibt MacOS auch für ganz normale Rechner. Ist zwar hochgradig illegal, ausprobieren hab ich’s dennoch schon mal müssen. Läuft wunderbar auf meinem Dell und auf dem IBM Thinkpad:
    http://www.georgholzer.at/blog/2005/11/10/macos-auf-meinem-ibm-thinkpad/

  • guest

    zur not gibts ja auch noch vmware

    ich persönlich halt ja das neue ubuntu für die ideale surfstation.

    ein beispiel wie schön es sein kann, für diejenigen die nach der optik gehen:

    http://gnome-look.org/content/preview.php?preview=2&id=32146&file1=32146-1.jpg&file2=32146-2.jpg&file3=32146-3.jpg&name=Glass+Icons+Theme

    mich wundert ja immer noch dass pc-händler wie ditech.at ihre laptopa und pcs noch nicht mit ubuntu ausliefern oder kennzeichnen welche modelle einwandfrei mit linux funktionieren.

    dieser z.b. funktioniert einwandfrei mit dem neuen ubuntu:

    http://ditech.at/reload.asp?view.aspx?pid=PCDLS30&kat=999&menge=1

  • stefan2904

    such bei den piraten mal nach “ToH RC2″… ;-)
    (quelle: zdnet.de)

  • guest
  • Pingback: Thomas Lippert » Blog Archive » Gute Vista-Artikel der letzten Woche

  • http://www.aspnetzone.de/blogs/juergengutsch/default.aspx Jürgen Gutsch

    Hi,

    die Kommentare hier sind ja teilweise ganz lustig (z.B: “ich muss dich warnen: So machst du dir keine Freunde.”). Ist noch nicht ganz so schlimm wie auf heise ;-)

    Ich habe bisher ebenfalls keine Probleme mit Vista gehabt (dafür umso mehr mit meinem WinXP x64).
    Was deine zehn Punkte angeht, kann ich dir nur zustimmen (im Grunde genommen hat die Marketingabteilung bei MS einfach geschlafen)

  • JD

    die geschützten Prozesse gehören verboten.
    DRM und Co sollen ja als geschützte, nicht killbare Prozesse laufen, um kontrollieren zu können, wer nun wieder wann pöhse welche Musik gekauft hat.

    Wenn ich mir vorstelle, dass Viren sich ebenfalls in dieses Paradies für Schadsoftware einnisten könnten, kommt mir das Grausen.
    Damit hätte sich der Virus jeglicher Kontrolle (durch Nutzer und Antivirensoftware) entzogen. Gerade für den Otto-Normal-Nutzer, der auf alles klickt, was blinkt, stellt dies eine erhöte Gefahr da!

  • tim

    Ich habe mich ausgiebig mit Vista beschäftigt und muss sagen das ich das System eher als negativ ansehe. Ich bin wirklich keiner dieser “ich hau auf M$ drauf” Typen. Ich bin Entwickler und entwickle Programme mit dem VS-2005 von Microsoft und dem .Net-Framework und muss echt sagen “HAMMER”. Ich sehe mich selber als recht professionellen Anwender und für die ist Vista einfach der Horror schlecht hin. Ständig nervende Pop-Ups, ewig dauernde Ablendeffekte, sobald ich Java starte denkt sich Vista wohl “back to the roots” und schaltet kurzerhand die “tolle” Aero-Oberfläche ab – und das dauert schon 2Sekündchen. Für viele Einstellungen brauche ich viel viel mehr Klicks als unter XP, generell scheint die Bedienung viel umständlicher man muss sich durch viel mehr Menüs hangel um zum Ziel zu kommen. Und im Ziel – da treff ich dann auf die alten Einstellungsmenüs wie ich Sie von XP kenne, warum hat man hier nicht auch mal Hand angelegt?
    Und ja, Vista läuft wirklich ein gutes Stück langsamer als XP und stabiler als XP ist es meiner Meinung nach auch nicht. Wenn ein Programm abstürzt darf ich noch immer hundert mal auf “sofort beenden” klicken bis sich das Programm dann doch schließt – oder aber ich muss es mit dem Taskmanager beenden.
    Dazu kommt aber der letzte entscheidene Punkt: viele Programm die unter XP laufen gehen unter Vista nicht mehr. So auch meine Entwicklungsumgebung.
    ———–
    Wenn ich mir überlege mit wie viele Entwicklern, wie lange und mit wieviel Geld Microsoft an Vista gearbeitet hat, dann ist das Ergebniss ein Witz! SO hart das klingen mag , aber ich glaube so ziemlich jede andere Firma hätte da mindestens das 3fache rausgeholt.

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  • Mik DD

    das größte Problem bei Microsoft ist meiner Meinung nach, dass man einfach zu wenig dem User auf`s Maul schaut. jeder hat sich über dieses sinnlose Startmenü aufgeregt – geändert hat sich bis dato nix. war doch bei XP sehr gut gelöst – aber da wollte wohl jemand das Rad neu erfinden. die UAC ist der Hit – einen PC zu installieren bringt einen einfach an den Rand des Wahnsinns! wieso gibts nicht einfach einen “Installationsmodus” der erstmal für bestimmte Zeit für Ruhe sorgt? warum stieg man nicht endgültig auf 64Bit um? wieso dieser Blödsinn mit unzähligen Versionen? restriktive Formate haben auch noch nie Sympathien gebracht und wurden eh immer innerhalb kürzester Zeit ausgehebelt! Trotzdem … Ich halte Windows für das z.Zt. immernoch benutzerfreundlichste und intuitivste BS auf dem Markt mit tausenden Möglichkeiten der individuellen Erweiterung – das ist der entscheidende Vorteil der Windows-Systeme.