Georg am e_day 2010
22. Februar 2010
Am vergangenen Samstag durfte ich im Rahmen des e_day 2010 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zwei Sessions halten.
Hier die beiden Prezis und die wichtigsten Links zu den Diensten/Sites:
Workshop Cloud Computing
Links:
- Google Apps und Docs www.google.com/a/ bzw. docs.google.com
- Office Live: skydrive.live.com
- Photoshop.com www.photoshop.com
- Evernote www.evernote.com
- Dropbox www.dropbox.com
- Prezi: www.Prezi.com
“Das Web 2010″ im Rahmen der Keynote
Links:
- Twitter www.twitter.com
- OSM sautter.com/map
- Video: bit.ly/9MdJfj bzw bit.ly/cy1jHk
- Facebook: www.facebook.com/pages/digirati/219040923054
Wollen Sie mich zu einem Vortrag einladen oder brauchen Sie Beratung im Bereich Technik, Web und Social Media? Auf dieser Website finden Sie meine Kontaktdetails. Ich freue mich drauf!
MWC 2010: Bei Infineon zu Gast
15. Februar 2010
Bevor die Pressekonferenzen der Handyhersteller fertig sind, gibt’s am Mobile World Congress noch nicht viel zu sehen. Daher schaut man gerne bei den “kleinen Stars” vorbei. Zum Beispiel bei Infineon.
Der Chiphersteller baut einige Halbleiter für Handyhersteller. Auch wenn man das nicht bestätigt, sind auch einige Infineon-Chips im iPhone, die aus Villach kommen. Etwa der Power-Controller, der für das Strommanagement sorgt.
Gesprochen habe ich bei Infineon mit Dnal O Donnabhain. Er zeigte mir die Palette an kompletten Handyplattformen. Damit könnte man selbst Handys bauen. Fehlt nur noch ein Akku, ein Display, ein wenig Software und Plastik drum herum :-)
Enjoy!
Und es kommt noch mehr …
Ein großer Schritt für OSM
25. November 2009
Auf Geoland.at, der Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Landes-GIS-Abteilungen, finden sich seit kurzem Links zu Kärntner und Oberösterreichischen Luftbildern. Unangekündigt, unscheinbar und wenn man drauf klickt, bekommt man einen Speicherdialog. Was ist das also?
Der so genannte WebMappingService (WMS) ist ein großer Schritt nach vorne für die OpenStreetMap (OSM). Die langen Urls kann man in Mapping-Anwendungen wie JOSM (funktioniert bei mir nicht wirklich) oder Merkaartor einbinden und bekommt als Hintergrund für die Straßen das Luftbild.

Die Auflösung dürfte 50 cm je Pixel betragen und die Positionsgenauigkeit soll “extrem hoch” sein. Ich durfte das schon vorab testen und muss sagen: Der WMS ist enorm hilfreich beim Mappen. Für mich ist absehbar, dass die freien Karten damit schneller “fertig” und genauer werden als dies bislang denkbar war.
Aber: Darf man das auch? Noch gibt es keine Nutzungsbedingungen dafür – zumindest habe ich keine gesehen. Mir wurde aber gesagt, dass die nicht-kommerzielle Nutzung explizit erlaubt sein wird. In den endgültigen Nutzungsbedingungen soll der Gebrauch für OpenStreetMap explizit gestattet werden. WMS-Luftbilder in anderen Bundesländern sollten demnächst folgen.
Soll man sich nun bedanken? Ja und nein.
Einerseits gehören die Daten ohnehin den Steuerzahlern, weil die Flug-Rechnungen der GIS-Abteilungen von uns allen bezahlt wurden. Andererseits: Es ist selten, dass das auch erkannt wird. Und mich freut, dass das Land Kärnten einmal positiv zu den Ersten gehört. :-)
24.10.: OSM-Mapping Party
9. Oktober 2009
OpenStreetMap (Link zu Wikipedia) ist ein großartiges Projekt. Zehntausende Freiwillige arbeiten an einem gemeinsamen Ziel – es soll gleich die ganze Welt kartiert werden.
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Warum? Klar gibt es auch Google Maps & Co. Im Gegensaz zu kostenpflichtigen Karten an Navteq, TeleAtlas & Co. (die auch Google nutzt), fallen bei OpenStreetMap keine Lizenzkosten an. Man kann mit dem Kartenmaterial von OpenStreetMap kostenlos machen zu können, was man will.
Was könnte man damit machen?
- WebDienste, ohne an jemanden bezahlen zu müssen oder ans API-Limit von Google zu stoßen.
- Print-Karten, ohne an jemanden bezahlen zu müssen. Auch ganz spezielle Karten sind mit den richtigen Abfragen der Datenbasis möglich: Radkarten, Wanderkarten, Shopping- oder Pubkarten – was immer man will.
- Navigation: Erste Software-Lösungen wie Roadee fürs iPhone gibt es schon und sie funktionieren schon passabel. Wieder: Keine Lizenzgebühren fürs Kartenmaterial nötig!
- Und vieles mehr! Alles, was man mit kommerziellen Karten machen kann, lässt sich auch mit OSM machen.
In Kärnten schaut es an vielen Stellen (selbst im Zentralraum) mit der Abdeckung gar nicht gut aus. Dadurch vergeben wir uns eine Menge Chancen und das soll sich ändern!

Um Leute für OpenStreetMap zu begeistern, gibt es am Samstag, 24. Oktober 2009 eine so genannte Mapping-Party. Gemeinsam mit anderen kartieren wir Reifnitz. Treffpunkt ist um 09:00 Uhr beim steinernen GTI (gegnüber der Bootsanlegestelle).
Hier geht’s zum Facebook-Event dazu.
Besonderen Dank an die Fachhochschule Kärnten, die die Mapping-Party unterstützt und von der die Initiative dazu kam!
Was passiert dort?
- Beim Treffpunkt werden GPS-Geräte der Fachhochschule verteilt und erklärt, was zu tun ist. Wer ein eigenes GPS-Gerät hat, soll dieses doch einfach mitbringen.
- Jeder bekommt auf einer analogen Papierkarte einen Abschnitt eingeteilt. In diesem muss einfach (alleine oder zu zweit) mit eingeschaltetem GPS-Gerät die Straßen ablaufen und ein paar Notizen machen.
- Dann gehen wir gemeinsam Mittagessen
- Am Nachmittag geht es dann an die FH Villach, wo wir die GPS-Daten in einem Computerraum in OpenStreetMap übertragen.
- Noch am selben Tag sollte das Ergebnis bereits online sein.
Warum Reifnitz?
Ein halber Tag mit mehreren Freiweilligen sollte reichen, damit ein kleiner Ort wie Reifnitz deutlich besser erfasst ist als dies bei kommerziellen Kartenanbietern der Fall ist. Derzeit ist die Seegemeinde noch sehr schlecht erfasst. Sollten mehr Leute zusammen kommen, könnten wir auch gleich Sekirn und/oder Maria Wörth mitmachen.
Es ist keinerlei Vorwissen nötig! Lediglich den Willen an der Mitarbeit an einem coolen Projekt sollte man haben.
AlmCamp 2009
25. Mai 2009
Zum vierten Mal gibt es im Herbst ein BarCamp in Kärnten. Nach dreimal in Klagenfurt, ist nun einmal Oberkärnten dran. Organisiert wird das AlmCamp’09 von Alexander Kühnel sowie Achim und Monika Meurer, zwei Internet-Profis aus Deutschland, die sich vor zwei Jahren eines gedacht haben: Kärnten statt Deutschland, Lebensqualität statt Dauerstress. Gute Wahl :-)
Wer vom 25. bis 27. September Zeit hat und sein Web-Wissen an andere weiter geben bzw. von anderen lernen will, ist dazu recht herzlich eingeladen.
Ort ist die Leonhardhütte auf rund 1600 Meter Seehöhe im Kärntner Maltatal. Die Idylle ist unschlagbar, das Bergwetter im September üblicherweise hervorragend. Mehr über die Maltabergalm gibt’s natürlich im Web (aber bitte vorher den Ton ausschalten).
Weitere Panoramen vom Veranstaltungsort gibt es bei Markus Ortner auf 360cities.
Achtung: Naturgemäß ist die Kapazität am Berg beschränkt, maximal 50 Personen können teilnehmen. 16 sind bereits angemeldet, danach gibt es wohl eine Warteliste.
Die Anmeldung und alle Infos am Wiki, Updates kommen per Twitter daher.
Eine große Bitte:
Die Teilnahme an BarCamps soll für alle Teilnehmer kostenlos und ohne Hürden möglich sein. Daher sind die Veranstalter auf Sponsoren angewiesen! Wer dieses einzigartige BarCamp unterstützen will, ist dazu herzlich eingeladen. Die Kontaktdaten von Monika, Achim und Alex finden sich ebenfalls am Wiki (ganz unten).
Kistenweise Trauer um Jörg Haider
26. Februar 2009
Es nervt, wenn Kärnten in Beschlag genommen wird. In Beschlag genommen von einer Partei, die meint, sie könnte ihr Bild von Kärnten uns allen auf die Nase drücken. Es reicht!
Als Jörg Haider gestorben ist, ging kurz wirklich Trauer und Konfusion durchs Land. Man mag das von außen sehen wie man will – es war ein Verlust. Egal, ob man zu ihm und seiner Politik stand – er mag ja einiges für Kärnten getan haben.
Auch ich ging am Abend des 11. Oktober 2008 zur Regierung und zündete eine Kerze an. Auch ich trug mich ins Kondolenzbuch ein. Fotos davon gibt es hier auf meinem Flickr-Stream. Die Trauer vieler Kärntner war großteils echt. Zumindest bis zum darauf folgenden Mittwoch, wo die näheren Umstände des Todes (alkoholisiert mit weit überhöhter Geschwindigkeit) bekannt wurde.
Ein zweites Lichtermeer
Doch was sich heute Abend vor der Kärntner Landesregierung abspielte, war abscheulich. Sechs Personen entzündeten zwischen 20:05 und 20:45 Uhr kistenweise Kerzen.
Scheinbar soll der Welt, dem Land und seinem Wählervolk gezeigt werden, wie groß immer noch die Trauer um Jörg Haider ist. Dass die Trauer der Kerzenspender echt war, möchte ich bezweifeln. Falls sie es doch sein sollte, möchte ich mich entschuldigen. Aber glauben kann ich es wirklich nicht!
Zeitliche Parallelitäten mit der Landtagswahl am Sonntag möchte ich nicht ausschließen. Ein Schelm wer böses dabei denkt. Es ist einfach widerlich zu sehen, wie ein Toter instrumentalisiert wird. Widerlich und abscheulich. Wer immer das in Auftrag gegeben hat, soll sich schämen!
Mehr gleich in diesem Flickr-Set: “Kistenweise Trauer”
Was denkt ihr darüber?
Die wohl erfolgreichste Website
26. Februar 2009
Würden Sie auf dieser Seite werben? Die Antwort ist einfach: Derzeit wohl nicht – es gibt ohnehin kein Platzerl mehr.

Warum dies gerade jetzt so viele Politiker machen, hat einen Grund: Es muss die erfolgreichste Website aller Zeiten und des Universums sein. Auf www.blitzlicht.at befinden sich laut eigenen Angaben 482.060 Partyfotos von verschiedensten Events in Kärnten. Warum diese Seite so erfolgreich ist? Partyfotos mag ein jeder und geklickt wird rund um die Uhr.
Die Zahlen sind aber imposant. Alleine im Februar hatte die Site bis dato (25.2.) laut dem Zähler auf der Site 973.964 Besucher. Stimmt: Besucher, nicht Besuche oder Seitenaufrufe. Besucher! Ungläubig, wie ich bin, habe ich mir gemeinsam mit Gerald Bäck die Besucherzahlen einmal näher und über einen längeren Zeitraum angeschaut. Ich habe darauf hin meine Beobachtungen in Excel analysiert. Hier das Diagramm der neue Unique Visitors pro Stunde.

Interessant ist:
- Selbst in der Nacht gibt es noch immer einen stündlichen Zuwachs von zumindest 1000 Besuchern.
- Der Wochentag macht keinen Unterschied – eigentlich untypisch für Partyfoto-Sites, die typischerweise ihren Peak am oder kurz nach den Wochenenden haben.
- 973.964 Besucher sind beachtlich für eine Website, die fast ausschießlich Kärntner Inhalte hat. Und Kärnten hat eine Bevölkerung von aktuell 561.075 Einwohnern. Freilich: im Internet kann jeder von überall auf jede Website zugreifen kann! Bei der Erstellung des Inhalts und der Suchmaschinenoptimierung kann man sich hier etwas abschauen!
- Außerdem beweist die Site, wie extrem ungenau Alexa ist. Mein Blog hat nämlich deutlich bessere Werte.
Die Seite hängt schon jetzt (drei Tage vor Monatsende) sogar einige der zugkräftigsten Websites Österreichs ab. Einige Beispiele gefällig? Die jeweiligen Zahlen anderer Websites stammen aus der Österreichischen Werbeanalyse (ÖWA), Jänner 2009.

Eingangs hatte ich gemeint, ich verstünde all jene die hier werben. Würde ich wo Ads schalten, ich würde das dann doch lieber bei einer Site machen, deren Daten ich vertrauen kann. Nicht, dass man Blitzlicht unseriös halte oder denen nicht trauen würde … aber dennoch halte ich Angebote, die sich der ÖWA-Kontrolle unterwerfen seriöser.
Steuergeld & Amtsmissbrauch?
26. Februar 2009
Die Steuergeld-Verprasserei hatte heute einen neuen Höhepunkt. Der Kärntner Woche lag eine 48-seitige Hochglanzbroschüre mitsamt DVD bei. Verleger ist das Amt der Kärntner Landesregierung, Inhalt sind Inserate des BZÖ-Regierungsteams – verpackt im Corporate Design und mit den Inseraten-Sujets/Bildern des BZÖ.
Wer jetzt meint, so etwas gäbe es nur in Kärnten, der hat diesmal wohl Recht. Nirgends anders wird ein Land von einer Partei derart vereinnahmt. Nirgends sonst wird so schamlos in den Sack des Steuerzahlers gegriffen, wie hierzulande.
Alleine diese Selbstdarstellung kostet laut Recherchen der Kleinen Zeitung dem Steuerzahler zwischen 200.000 und 250.000 Euro. Das hätt’s unter Jörgl net geb’n, könnte man jetzt meinen.
Eine Anzeige wegen Amtsmissbrauch gegen die orangen Regierungsmitglieder bzw. deren Wahlkampfchef Stefan Petzner soll bereits im Laufen sein. Grund genug, mir heute noch einmal anzuschauen, wie da im Land Wahlkampf gefährt wird. Hier meine jüngste Deep-Zoom-Visualisierung der Inserate in der Kleinen Zeitung vom 1.1. bis 25.2. – nur überregionaler Teil, alles über einer Größe von 2/45mm. Silverlight-Plugin nötig.
Auffällig:
- Brutale Dominanz:
Das BZÖ-Regierungsteam schaltet unglaublich viele Anzeigen. Man möchte sogar fast meinen, der Mengenrabatt der Regierung wäre höher als die Summe, die das BZÖ selbst setzt. Nur eine Vermutung. - Wer bezahlt’s?
In allen Fällen der Steuerzahler. Allerdings: Wenn das Geld aus der Parteikassa kommt, muss allerdings damit gehaushaltet werden. Kommt das Geld vom Steuerzahler, ist es im Überfluss und ohne jede Kontrolle (der letzte Landesrechnungsabschluss datiert aus dem Jahre 2005) vorhanden. - Demokratiepolitisch bedenklich ist nicht nur, dass eine Partei derart viel auf Landeskosten schaltet. Bedenklich auch, dass man so viele Inserate annimmt.
- Nicht nur das BZÖ spielt mit allen möglichen Tricks. Man vergrößere einfach die Inserate der SPÖ auf beiden Seiten. Der rote Trick: Vor Regierungsinseraten wird ein kleines Mini-Inserat (2/45mm) – diesmal mit SPÖ-Logo – geschalten. Und die Schwarzen sind auch nicht viel besser.
In Summe macht das wenig Hoffnung, dass irgendwann mit solchen Diebstählen am Steuerzahler aufgehört wird. Der Proporz macht’s möglich – alle sind am Ruder, niemand ist verantwortlich.
[Update] Für alle die – warum auch immer – das Silverlight-Image nicht sehen können, gibt es auf Flickr ein hochauflösendes JPG
[Update] Josef Martinz meinte via Facebook, dass zwei gelbe Inserate von ihm von der Regierungsseite hin zur Parteikasse gehen sollten.
Warum habe ich sie auf der Seite des Steuerzahlers gezählt? Weil darin keinerlei Nennung der ÖVP stattfand. Zufällig oder absichtlich – wie auch immer. Möge jeder sich sein Bild selbst machen.

Für ein besseres Kärnten
10. Februar 2009
Off-topic – dafür hier zum letzten Mal über Kärntner Politik!
Ich liebe Kärnten! Dieses Land ist großartig – wäre da nicht so manches in der Politik: Der Umgang mit Ausländern und Steuergeld, sowie mangelnde Transparenz und Offenheit derer, die dieses Land regieren. Und nicht zu vergessen: politische Diskussionen die diesen Namen nicht verdienen.
Man hat zwei Möglichkeiten: Man steckt den Kopf in den Sand und schert sich nicht darum oder man tut etwas dagegen. Lange genug war auch ich ein Vogel Strauß, aber es geht nimmer.
www.k2020.at
Hier schreibe ich seit heute mehr über Kärnten und was mich hier stört. Ich schreibe über ein Land, wie ich es mir vorstelle, gewissermaßen eine Utopie …
Würde mich freuen, wenn der eine oder andere vorbei schaut. Ich bin gespannt, wozu das führt. Ich freue mich auf jeden Diskurs, viele Ideen und Vorschläge – aber auch auf Konflikte, zu dem dieses Weblog zwangsläufig führen wird.
Wahlinserate technisch analysiert
5. Februar 2009
Die Technik ist toll! Mit Hilfe von Software lassen sich Dinge visualisieren, die bei bloser Betrachtung gar nicht auffallen. Ein Beispiel dafür sind Zeitungsinserate, von denen es ja in Wahlkampfzeiten genügend gibt.
Microsofts Deep Zoom etwa eignet sich hervorragend zum Visualisieren vieler Bilddateien. Mit Hilfe dieser Technik kann man selbst in große Bilddateien mühelos rein- und wieder rauszoomen. Um das auszuprobieren, hab ich mir die Wahlinserate der Kärntner Parteien einmal näher angeschaut – ein Schelm, wer jetzt Böses dabei denkt. In der untenstehenden Deep Zoom-Composition finden sich Tumbnails (habe leider kein Hires-Material) alle 87 Kärntner Wahlinserate, die vom 1. Jänner bis 4. Februar 2009 alleine in der Kleinen Zeitung geschalten wurden.
Es wurde nicht unterschieden, ob ein Inserat vom Steuerzahler (Landesregierung), dem Verkehrsverbund (?) oder von den jeweiligen Parteien bezahlt wurde. Oft ist der Unterschied (gewollt oder nicht) nur sehr schwer oder gar nicht auszumachen. Untenstehend kann sich jeder selbst ein Bild machen. Inserate unter 1/4 Seite fielen ebenso aus der Wertung wie die Einschaltungen auf den Regionalseiten zur Gemeinderatswahl.
Folgende Auffälligkeiten (können auch rein zufällig sein) kamen mir dabei in den Kopf:
- Von 87 politischen Anzeigen in den letzten 35 Tagen gab es nur 31 mit der Nennung einer Partei.
- Bei den ersten beiden ÖVP-Inseraten stand gar nicht ÖVP dabei. Wurde vermutlich vergessen …
- Das “Corporate Design” der Inserate mit klarer Erkennbarkeit des BZÖ und jenen der Regierungsmitglieder des BZÖ ist erstaunlich ähnlich. Der Balken in Landesfarben sowie der Spruch “Garantiert.” sind ident. Vermutlich ein Zufall …
- Auf den Inseraten der SPÖ-Kandidaten sucht man ein Wort vergeblich: SPÖ.
- Ein einziges Inserat ist “angriffig” (am 22.1. geschalten, von wem geht nicht hervor). Kritik an orange und schwarz, dass Wohnen immer teurer wird.
Alle anderen Anzeigen lobpreisen nur sich selbst und ihre Leistungen.
Punktewertung:
Ich hab mich auch gefragt, welcher Politiker wie oft aus einem Inserat lächelt – ich habe die Inserate hochgerechnet auf ganze Seiten.
- Gerhard Dörfler (BZÖ): 22,5 Seiten
- Uwe Scheuch (BZÖ) 12, 5 Seiten
- Harald Dobernig (BZÖ): 9,5 Seiten
- Josef Martinz (ÖVP): 6,25 Seiten
- Reinhard Rohr (SPÖ): 3 Seiten
- Peter Kaiser (SPÖ): 2 Seiten
- Mario Canori (FPÖ): 2 Seiten
- Nicole Cernic (SPÖ): 1,5 Seiten
Grafisch (Angaben in vollen Seiten hochgerechnet) wird die politische Aufteilung der Inserate noch deutlicher:

So, aber jetzt genug analysiert – hier kann man die Wahlinserate vom 01. Jänner bis 04. Februar 2009 (und hier in voller Pracht) anschauen. Übrigens das Silverlight-Plugin ist dafür nötig, sorry.
Was meint ihr zu diesem Wahlkampf?
Update: Auf k2020.at gibt’s mehr zum Thema – ein Video inklusive.






